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Netzkodex

 

Mit Inkrafttreten des Gesetzesdekretes 164/2000 (Letta-Dekret) ist allen Berechtigten der freie Zugang zum Gasverteilungsnetz zugesichert worden.

Die Verteilerbetriebe müssen daher allen Antragstellenden, die über die vorgesehenen Voraussetzungen verfügen, den Zugang zum Gasnetz zu denselben Bedingungen gewähren. Dies muss unter Einhaltung der Vorgaben erfolgen, die im genannten Dekret sowie in den Beschlüssen der staatlichen Regulierungsbehörde für Energie, Netze und Umwelt ARERA (ehem. AEEGSI) angeführt sind.

Mit dem Zweck, eine ausgewogene Wettbewerbsentwicklung zu gewährleisten, hat ARERA:

  • mit Beschluss 138/04 vom 29. Juli 2004 die Kriterien für die Garantieübernahme für den freien Zugang zum Verteilerdienst für Erdgas sowie die Bestimmungen über die Bereitstellung der Netzkodizes festgelegt;
  • mit Beschluss 108/06 vom 06. Juni 2006 den Standard-Netzkodex (CRDG) für die Gasverteilung genehmigt.

 

Südtirolgas (ehemals Selgas Net) hat den Standard-Netzkodex für die Gasverteilung übernommen. Anbei ist das Einwilligungsschreiben an die Regulierungsbehörde ersichtlich:

Lettera di adesione al CRDG

 

Mit der Übernahme dieses Netzkodexes bietet Südtirolgas den Verkaufsgesellschaften und Großhändlern in neutraler Form und ohne jede Diskriminierung die Gasverteilung an.

 

Die Nutzer des Erdgasverteilungsdienstes können über folgende Kontaktkanäle mit Südtirolgas interagieren: 

  

Südtirolgas AG

Josef-Ressel-Straße 2

39100 Bozen (BZ)

Fax: 0471 098 401

 

Zertifizierte E-mail (PEC):

  • accesso.rete[at]pec.suedtirolgas.it
    für das Einreichen von Unterlagen für den Zugangsantrag, die nicht über das Web-Portal abgewickelt werden können; für die Anforderung von Hilfestellung bei der Änderung der mit der Erdgaslieferung beauftragten Verkaufsgesellschaft (Switching) gemäß Beschluss Nr. 138/04; für den Kommunikationsaustausch mit dem SII;
  • prestazioni_accessorie[at]pec.suedtirolgas.it
    für die Anforderung von Hilfestellung bei der Antragstellung über das Web-Portal für Leistungen bezüglich Übergabepunkt (PdR), die von den Kommunikationsstandards (Beschluss 294/06 i.g.F.) vorgesehen sind; für Informationen über die mittels SII abzuwickelnden Leistungen;
  • preventivi[at]pec.suedtirolgas.it
    für den Austausch von Unterlagen, die nicht über das Web-Portal abgewickelt werden können; für die Anforderung von Hilfestellung bezüglich der Leistungen PN1, PM1, PR1, E01, SM2, die von den Kommunikationsstandards (Beschluss 294/06 i.g.F.) vorgesehen sind;
  • distribuzione[at]pec.suedtirolgas.it
    für den Austausch von administrativen Informationen über den Dienst bezüglich Bonus auf die Gaskosten, das Ausgleichsverfahren (Settlement), die Fakturierung der Netzbenutzung und den Ablesungsdienst; für den Kommunikationsaustausch mit ARERA und CSEA.

 

 

 

Maximale Entnahme pro Stunde

Die maximale Entnahme pro Stunde ist laut der staatlichen Regulierungsbehörde ARERA (Beschl. 138/04) der Wert der maximalen Durchflussmenge, die der vom Endkunden geforderten maximalen Leistung, oder – in Ermangelung derselben - der maximalen Durchflussmenge des installierten Zählers entspricht.

 

Die Festlegung der vertraglichen maximalen Entnahme pro Stunde erfolgt auf der Grundlage der vom Endkunden geforderten maximalen Leistung, ausgedrückt in kW, wobei nachstehende Formel angewandt wird:

 

 formula

 

PMCF = vom Endkunden verlangte maximale Leistung in kW (für die Wärmegeneratoren entspricht diese der “thermischen Leistung des Herdes”)

 

PCIC = konventioneller Heizwert des Erdgases, also 9,45 kWh/Sm3

 

 

Aufteilung des Verbrauchs 

Die Aufteilung des Verbrauchs zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren (mit t und t-1 gekennzeichnet) erfolgt anhand der Neuverteilung des Verbrauchs eines jeden Übergabepunktes unter Anwendung der von ARERA festgelegten Standard-Entnahmemengen zwischen

·         der letzten effektiven Ablesung vor Ende des Jahres t-1 und

·         der ersten effektiv durchgeführten Ablesung des darauffolgenden Jahres t.

Auf diese Weise werden die zu fakturierenden Gasmengen festgelegt (oder der Ausgleich, wenn sie bereits gemäß einer Vorausschätzung fakturiert worden sind), bezogen auf die im betreffenden Jahr geltenden Tarife für den Verteilungs- und Messungsdienst sowie den Vertrieb.

 

Entnahmeprofil

Gemäß den TISG-Bestimmungen (Testo Integrato Settlement Gas – Beschluss Nr. 229/2012/R/gas Anhang A) ist das Standard-Entnahmeprofil jene Berechnungskomponente, die aus den täglichen Prozentwerten zusammengesetzt ist, deren Summe im Jahr gleich 1 ist. Diese bestimmt die konventionelle tägliche Aufteilung der Entnahme eines jeden Übergabepunktes in jedem Jahr auf der Grundlage der Gasverbraucherkategorie, der Entnahmeklasse des jeweiligen Übergabepunktes sowie der Klimazone, in der sich dieser befindet.  

Zur Festlegung der Standard-Entnahmeprofile wendet Südtirolgas die Vorgaben von Art. 5 der TISG-Bestimmungen an. Zusätzlich zu den von der Regulierungsbehörde ARERA festgelegten Standard-Entnahmeprofilen hat Südtirolgas keine weiteren Profile verwendet oder festgelegt.

Die Standard-Entnahmeprofile werden mindestens einmal pro Jahr (zu Beginn eines jeden Heizjahres am 1. Oktober) gemäß den im TISG festgelegten Verfahren aktualisiert.

Die Standard-Entnahmeprofile werden insbesondere für folgende Tätigkeiten verwendet:

  • Schätzung der Ablesung und darauffolgende Bereitstellung derselben an die Dienstnutzer, falls der Ableseversuch nicht durchgeführt werden konnte;
  • Festlegung der Switching-Ablesung, falls die Verkaufsgesellschaft geändert wird;
  • Festlegung des Verbrauchs des Übergabepunktes, falls keine anderen erhobenen Daten für die Fakturierung des Netzbenutzungstarifs vorliegen;
  • Zuweisung des Verbrauchs und Profilierung im Rahmen der vom TISG vorgeschriebenen Settlement-Verfahren. 

 

 

Koeffizient C

Ist ein Übergabepunkt nicht mit einer Vorrichtung zur Korrektur des Volumens ausgestattet, wendet Südtirolgas bei der Umrechnung des erhobenen Betriebsvolumens auf die Standardbedingungen im Sinne des ARERA-Beschlusses 775/2016/R/gas Anhang A (RTDG – „Regolazione tariffaria dei servizi di distribuzione e misura del gas per il periodo di regolazione 2014-2019“) i.g.F. zur Korrektur den Koeffizienten „C“ an. Dieser wird laut der im Art. 6 des vorgenannten Anhangs angeführten Berechnung ermittelt.

ARERA Beschluss 775/2016/R/gas Anhang A, Art.6

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